Mannit / Mannitol

Bei Mannit oder Mannitol handelt es sich um einen Zuckerersatzstoff, der für die Verwendung bei Lebensmitteln unter der Zusatzstoffnummer E 421 geführt wird. Dabei ist Mannit ein Zuckeralkohol, der in der Natur als D-Mannitol vorkommt. Das natürliche Vorkommen dieses Polyol ist bei Salzpflanzen besonders hoch. Zusätzlich wird Mannit aus Algen und Pilzen hergestellt.
Die Namensgebung dieses Polyol geht zurück auf die Mannaesche. Der eingetrocknete süße Saft dieser Pflanze erhält einen Anteil von etwa 13 Prozent Mannit. Aber auch aus dem Saft der Braunalge, der Braunwurzgewächse, Flechten, Pilze und Ölbäumen wird Mannit gewonnen.
Wie auch andere Zuckeraustauschstoffe, z.B. Maltit und Sorbit, wird dieses Polyol durch Hydrierung gewonnen. Dabei wird Mannitol aus der Fruktose mit Hilfe von Enzymen hergestellt. Da die Herstellung und Gewinnung von Mannit verhältnismäßig teuer ist, kommt die Verwendung dieses Zuckeraustauschstoffes in der Lebensmittelindustrie nur begrenzt vor.

Vorkommen von Mannitol in der Weinherstellung

Kommt dieser Stoff allerdings in der Weinherstellung vor, muss von einem Weinfehler gesprochen werden. Der Fachmann spricht hier von einem Mannitstich. Dabei entsteht Mannitol im Wein meist während des biologischen Säureabbaus. Damit bekommt der Wein einen süßen und eher kratzigen Abgang. Geruchlich zeichnet sich ein Wein mit Mannitstich durch einen Esterton aus.

Möglichkeiten der Verwendung von Mannit bzw. Mannitol in der Ernährungsindustrie

In der Lebensmittelindustrie wird, vornehmlich bedingt durch den Kostendruck sowie wegen der Möglichkeiten des Ersatzes durch andere, deutlich günstigere Zuckeraustauschstoffe, Mannitol selten verwendet. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit wurde von der Europäischen Gemeinschaft als Zusatzstoff unter der Zulassungsnummer E 421 für Lebensmittel zugelassen. Der Stoff findet somit Verwendung in zuckerreduzierten oder zuckerfreien Lebensmitteln wie Backwaren, Senf, Vitamin-Brausetabletten, Marmeladen oder Soßen um nur einige Varianten des Einsatzes im Bereich der Lebensmittel zu nennen.
Im Vergleich zur Saccharose, dem handelsüblichen Zucker, hat eine 10-prozentige Lösung von Mannitol eine Süßkraft von etwa 70 Prozent. Dabei liefert dieser Stoff etwa die gleichen Kalorien wie Haushaltszucker, ist aber für Diabetiker geeignet denn es benötigt kein Insulin für den Abbau. Allerdings muss erwähnt werden, dass Mannitol bei empfindlichen Menschen Erbrechen auslösen kann. Bei übermäßigem Gebrauch kann es zu Blähungen und Durchfall kommen. Daher wird von der Verwendung von mehr als 50 Gramm Mannitol täglich abgeraten. Erfreulich ist allerdings, dass dieser Stoff die Zähne nicht angreift.

Einsatz in der Pharmakologie

Mannitol wird häufig als Osmodiuretikum verwendet. So findet dieser Stoff als Vorbeugung gegen ein akutes Nierenversagen vermehrt Anwendung. Auch als mildes Abführmittel wird Mannitol eingesetzt. Bei weiteren Erkrankungen wie beispielsweise Mukoviszidose, zur Senkung des Augendruckes gibt es Medikamente, die Mannitol enthalten.

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